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Refugia
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8
19. Februar 2014 - 17:27

Fabian dürfte sein Boot kennen wie kein Anderer und jetzt schon als Fachman zu betrachten sein.
Aber es ist nicht jede Leisure wie die Andere!

Die Qualität des Innenausbaus kann schwanken, weil die Boote erst in England, dann in Deutschland und zum Schluß in Griechenland gebaut wurden, Einige sollen wohl auch als Kit verkauft worden, und von den Eignern selbst ausgebaut worden sein.
Alte Schiffe hatten noch keinen Ankerkasten, oder zumindest keinen Deckel nach Außen, es gab unterschiedliche Bug- und Heckkörbe, mit Seereling und ohne, ganz selten eine zweite Backskiste anstelle einer Hundekoje, für die Schoten zunächst nur Umlenkrollen, später Knarrpoller, erst zum Schluß auch Winschen. ( Die aber völlig unnötig sind )
Mein Boot hat eine Stütze unter dem Cockpit, das ist wohl auch nicht überall so, und im Cockpit eine Gräting. Eine ganz alte 17er die ich gesehen habe hatte keine Cockpitgräting, dafür aber eine wunderbare Teakgräting auf dem Kajütboden.
Einige Boote waren wohl auch teilweise ausgeschäumt, das kann man aber erst sehen wenn man die Innenschale im Bereich der Hundekojen und im Vorschiff aufschneidet. Das werde ich dieses Jahr auch noch machen und Inspektionsluken einsetzen denn nasser Schaum ist Gift für's Schiff und man weiß nie wo die Feuchtigkeit zwischen Innen- und Außenschale hinläuft.

Die Rümpfe sind durchgehend massiv, die Decks können Bereich des Vorschiffes etwas weich werden, das ist aber kein Problem Weil der Mast eine Stütze hat und auf dem Boden des Rumpfes steht wo das Laminat wenn ich mich recht erinnere wenigstens 3 cm dick ist.

Die Fensterdichtungen sind deswegen ein Problem weil der Gummi der Kederleisten versprödet und schrumpft. Ersatzkeder sind nur noch schwer zu bekommen und noch schwieriger einzuziehen, daher sind einige 17er heutzutage auf geschraubte Fenster umgerüstet.

Als Tip nenne ich dir mal den YachtService Reimold in Seckach; Peter gehört noch zu den Händlern die damals die Leisures importiert und in Deutschland vertrieben haben, er kennt diese Boote in- und auswendig.

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Fabian
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7
19. Februar 2014 - 13:31

@ elbe 1:

Komm einfach mit all deinen Fragen zur mir auf die Messe. Du scheinst mir sehr viele zu haben :-) An welchen Tag kommst du? Ich habe nämlich an allen 3 Tagen ein Vortrag über das Refit der Leisure 17. Da kannst du bestimmt auch viel lernen.

mfg
Fabian

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elbe1
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6
18. Februar 2014 - 23:15

@all

Danke für die Hinweise bzgl. der Schwachstellen.

Zusammengefasst:
– Der Rumpf ist immer stabil (alle Baujahre?)
– Der Originaltrailer ist nicht ohne
– Die Fensterdichtungen sind (bis SL) ein Thema

Haben diese Boote eigentlich keine Sandwitchlaminate?
Ich hatte einige Neptuns angesehen (nicht so alt wie die Leisures), die schon völlig verformt/aufgeweicht und somit nur noch Schrott waren.

Und wieso sind die Fensterdichtungen ein Thema?
Heutzutage gibt es doch Dichtungsmittel ohne Ende.
???

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Refugia
99 Posts
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5
18. Februar 2014 - 16:59

Eigentlich sollten die Kielbolzen aus Edelstahl sein und ohnehin nicht rosten. Was tatsächlich rosten kann sind die gußeisernen Kiele selber, aber das ist rein optisch.
Die Dichtnaht mit Sika schadet natürlich nicht, vorausgesetzt unten drunter ist alles trocken; Wenn Wasser unter die Dichtnaht dringt und nicht mehr raus kann ist das viel schlimmer.

Du solltest mehr Augenmerk auf den Skeg und das Ruderblatt legen, die sind nämlich nur mit GFK umhüllte Edelstahlgerippe und wenn dort Wasser eindringt wird das Material von innen durchfeuchtet.

Was den Trailer angeht: Eine gewisse Tragkraft bedingt natürlich auch ein gewisses Eigengewicht, ein 3.5t Autotransporter ist etwas übertrieben. Ich weiß jetzt nicht mehr ob der Originaltrailer überhaupt eine gefederte Achse hatte? Mein Trailer hat Eine, mit zGG 1300 kg und knapp 300 kg leer.
Wenn du deinen Tandemachser schlecht rangieren kannst drehst du einfach das Stützrad so weit raus oder rein daß eine Achse in der Luft hängt, danach geht's wie von alleine. Macht man mit Pferdehängern oft so, die haben als Vollpoly schon Leergewichte über 700 kg.

Ich habe mal einen besonders schlauen Menschen gesehen, der hat sich die L17 auf einen großen Baumarktanhänger gestellt, das Boot guckte vorne so weit drüber daß er sich die Heckscheibe vom Auto eingedrückt hat.

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elbe1
3 Posts
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4
18. Februar 2014 - 10:18

@Refugia
Das Boot faehrt hinter einem Wohnmobil.
Da ist der Luftwiderstand nicht so wichtig.

Ausserdem soll es leicht sein.
Ich hatte einen Autotandemtrailer aus Stahl.
Der war bereits ohne was drauf schon schwer per Hand zu bewegen.

Wobei eine Tandemachse natuerlich mehr Sicherheit gibt.
Ich hatte einen Reifen bei dem Tandemtrailer (Schrauben vergessen….) und einen Reifen bei einem Jollentrailer (Radlager hat sich aufgeloest – voll Salz, ueberladen und ca. 120km/h) veloren.
Das mit dem Tandemtrailer hat man gar nicht gemerkt.
Das mit dem Jollentrailer schon.

Trotzdem wuerde ich lieber einen kleinen Einachser haben.

@Fabian
Wir sehen uns auf der Messe.
:-)

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Fabian
50 Posts
(Offline)
3
17. Februar 2014 - 17:52

Hallo!

Deine Angst mit der Kiel/ Rumpf Verbindung ist zum Teil richtig! Der Kiel ist unter das Boot gebolzt. Abgehen tut der ganz gewiss nicht! Das einzige was seien wird, ist dass die Dichtmasse die auf den Kiel aufgebracht ist spröde ist. Also an der Stelle wo der Kiel an das Boot angebolzt ist.

Das Heißt: Das die Kielbolzen durch den ständigen Wasserkontakt Rostig werden könnten und irgendwann brechen würden. Das würde allerdings noch sehr sehr lange dauern! Meist erkennt man das an Rostläufern die von der Kielnaht abwärts gehen.

Jetzt gibt es 2 Lösungen:

1) Du machst die Kielnaht schön sauber, grundierst, Und ziehst eine schöne SIKA Naht außen rum. So das, dass alles schön dicht ist.

2) (Eine sehr aufwändige Lösung) Du nimmst die Kiele komplett ab. Heißt: Du Bolzt die Kiele ab, säuberst sie schön und trägst ganz ganz dick Sika darauf auf. Dann schnell wieder drunter mit den Dingern, und rauf achten, dass auch überall schön viel Sika rausquetscht damit du sicher bist, dass es überall in ausreichender menge vorhanden ist.

Ich habe mich selbst für Lösung A endtschieden und werde mal sehen ob das die Lösung des Problemen ist… :-)

Du kannst mal auf meine Website gucken: http://www.little-summer.de . Da habe ich über mein Refit berichtet. Oder du kommst mich auf der Boatfit besuchen :-)

vlg
Fabian

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Refugia
99 Posts
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2
17. Februar 2014 - 17:37

Moin.

Die Leisures sind extrem robust gebaut, im Bereich der Kiele und unten am Rumpf findet man Materialstärken wie sie heute nicht mehr hergestellt werden.
Das Schreckgespenst aller Segler, Osmose, ist bei der Leisure weitestgehend unbekannt und Schwachstellen am Rumpf gibt es eigentlich keine, solange nicht irgendein Unglücksrabe das Boot mal auf die Schüttung geknallt hat.
Bedenke: Die Geräte sind für die Britischen Inseln gebaut worden, bis zu 8m Tidenhub und jeden Tag 2x trockenfallen. Trockenfallen auch bei Welle, das heißt, das Boot knallt so lange mit den Kielen auf den Boden bis endgültig nicht mehr genug Wasser da ist daß die nächste Welle das Boot noch anheben kann. Und wenn die Flut kommt geht das ganze Spiel von vorne los, dafür sind diese Boote gebaut!
Es ist auch ein Fall bekannt wo eine Leisure mal vom Kran gefallen ist, hat dem Boot auch nichts ausgemacht.
Die typischen Schwachstellen sind die Fensterdichtungen, dürfte bei der SL aber behoben sein, und der Kopfbeschlag an der Ruderpinne bricht gerne mal weil der Eigner es zu gut gemeint, und die Schraube angezogen hat. Kann man aber schweißen.

Der Trailer ist ein Thema für sich – Ich würde damit nicht nach GR fahren und zwar aus gutem Grund: Mir ist vor vielen Jahren auf der Autobahn die Achse in der Mitte durchgebrochen. Wenn das Ding von innen rostet kann der TÜV es von außen nicht sehen. Außerdem sind die Fahreigenschaften von Trailern mit Rohrdeichsel ziemlich mäßig, dewegen gibt es das heutzutage nur noch an Spielzeuganhängern aus dem Baumarkt.
Da man den Kimmkieler einfach auf jede Fläche stellen kann ist es möglich, z.B. einen Autotransportanhänger zu benutzen, die gibt es gebraucht schon günstig zu kaufen und als Tandemachser haben sie hervorragende Fahreigenschaften.
Man kann sich aber auch einen Trailer bauen lassen, das habe ich seinerzeit gemacht, es braucht lediglich ein Fahrgestell mit Beleuchtung und zwei Baubohlen für die Kiele drauf.
Meiner langjährigen Erfahrung nach hat das Boot wesentlich weniger Luftwiderstand beim Trailern und lässt sich deutlich besser slippen wenn es vorwärts auf dem Trailer steht statt rückwärts.

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elbe1
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1
16. Februar 2014 - 21:13

Hallo zusammen.

Ich bin gerade auf der Suche nach einer noch brauchbaren 17 KK mit Trailer.

Wo sind die richtigen Schwachstellen im Rumpf?
Wie können überhaupt die Kiele nach all den Jahren noch eine Verbindung zum GFK haben?

Ich wollte mit dem Boot die nächsten Jahre auf dem Landweg nach GR.
Zerstört man auf den Huckelstrassen die Kiel-Rumpf-Verbindung entgültig?
Hat schon einmal jemand den Trailer um Rumpfauflagen erweitert?

Den Originaltrailer finde ich gut, weil er sehr kurz ist (Fährkosten).
Sollte ich aber trotzdem lieber nach einem Boot mit einem anderen Trailer suchen, da der Originaltrailer vielleicht so seine Macken hat?

Danke für Eure Hilfe :-)
Thomas

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